Die Entwicklung von IS:link erfolgte im Rahmen eines von der Stiftung Mercator geförderten, von Ulrich Frank geleiteten Projekts. IS:link verfolgt als globales Netzwerk von renommierten Fakultäten der allgemeinen Wirtschaftswissenschaft das Ziel, den internationalen Studierendenaustausch im Fachbereich Wirtschaftsinformatik zu fördern. So widmet sich das Netzwerk insbesondere der Reduktion bürokratischer Hürden, die Studierenden die Planung und Durchführung eines Auslandsaufenthalts sonst erschweren: Durch die Kooperation mit den Partneruniversitäten werden diese Hürden nicht nur umgangen, indem die bürokratischen Wege aktiv durch IS:link verkürzt und vereinfacht werden, sondern auch die Kosten des Auslandssemesters signifikant reduziert. Darüber hinaus ist das Netzwerk bestrebt, internationale wissenschaftliche Kooperationen in der Lehre und Forschung zwischen den teilnehmenden Universitäten zu fördern.

Die Aufgabenbereiche von IS:link gestalten sich dem Ziel entsprechend vielseitig:

Beratung und Begleitung der Studierenden

Der obligatorische Auslandsaufenthalt ist für Studierende zunächst mit organisatorischen Fragen verbunden, die im Rahmen von Beratungsgesprächen geklärt werden können. Zur Vorbereitung auf das erste Beratungsgespräch finden Studierende über das Portal einen Leitfaden mit Fragen. Diese sollten im Vorfeld individuell beantwortet werden, um eine möglichst effiziente Beratung erhalten zu können. Das erste Beratungsgespräch sollte 1 Jahr vor dem Auslandssemester stattfinden, um ausreichend Zeit zur Organisation gewährleisten zu können. Unter Berücksichtigung der Erasmus-Bewerbungsfristen sollte das erste Gespräch mit dem Team von IS:link spätestens im November stattfinden. Welchen Schwerpunkt das jeweilige Beratungsgespräch hat, ist individuell von den Studierenden abhängig. Erfahrungsgemäß wird dieser Pool an Themen vertiefend besprochen: IS:link ist dadurch der Ansprechpartner für folgende Themen:

  • Finanzierungsmöglichkeiten des Auslandsaufenthalts (u.a. Förderungen durch Erasmus und die damit verbundenen Bedingungen)
  • die Organisation des Studiums (insbesondere in Hinblick auf die Kurs- und Fächerwahl für das Auslandssemester, um die erforderlichen CP für die Anerkennung des Auslandssemesters erhalten zu können)
  • das Bewerbungs- und Nominierungsverfahren (z.B. Aufklärung über erforderliche Unterlagen sowie Verweise auf Deadlines etc.)
  • die Partneruniversitäten (Erfahrungen von Alumni)
  • das Anerkennungsverfahren von Leistungen (u.a. Erstellen eines Learning Agreements)
  • individuelle Fragen und Herausforderungen

Die kontinuierliche Unterstützung und Begleitung der Studierenden durch IS:link beginnt mit dem ersten Beratungsgespräch, bleibt während des Auslandssemesters bestehen und endet mit der Anerkennung des Auslandsaufenthalts. Die Studierenden und IS:link halten damit auch während des Auslandsstudiums Kontakt zum IS:link Team.

Koordination und bürokratische Schnittstelle

Neben der beratenden Funktion gehört auch die Koordination zum Aufgabenbereich von IS:link. Diese bezieht sich hauptsächlich auf die Studienplätze an den Partneruniversitäten und die Kursanerkennung.

IS:link verfügt als globales Netzwerk von angesehenen Universitäten über unterschiedliche Kontingente an Studienplätzen bei Partneruniversitäten, die bei einer Bewerbung über IS:link auch von IS:link verwaltet werden. Dies bedeutet, dass die Nominierung für den Studienplatz von dem Netzwerk getätigt wird. Bei einer Bewerbung über Erasmus erfolgt die Nominierung über das Akademische Auslandsamt. Es sei allerdings darauf verwiesen, dass die Partneruniversitäten letztlich über die Annahme oder Ablehnung der / des Nominierten selbst entscheiden.

Für die Studierenden, die ihr Auslandssemester an Partneruniversitäten über Erasmus oder IS:link absolvieren, entfallen durch die Kooperation die Studiengebühren. Freemover sind dazu angehalten, individuell zu überprüfen, ob es Ermäßigungen oder Erlasse der Studiengebühren in ihrem Fall gibt, abhängig davon, ob sie in Kooperation mit einer anderen Organisation oder in Eigenregie das Auslandsstudium organisieren und absolvieren.

Darüber hinaus wird der bürokratische Aufwand für die Studierenden reduziert, indem IS:link bereits im Vorfeld die Anrechenbarkeit von Kursen und Leistungen in einem Learning Agreement vom Prüfungsausschuss prüfen und genehmigen lässt. Dadurch agiert IS:link als bürokratische Schnittstelle zwischen der ausländischen Fakultät und der Universität Duisburg-Essen. Hierbei sei angemerkt, dass Freemover vor ihrer Kurswahl und Leistungserbringung ebenfalls die Anrechenbarkeit durch IS:link prüfen lassen müssen.